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Für ein gerechtes und menschenwürdiges Sachsen

Zivilgesellschaftliche Initiativen, Vertreter*innen von Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Parteien, Verbänden, Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie Migrant*innenorganisationen in Sachsen beschreiben nicht erst seit 2014 Probleme mit Rassismus, mangelnden Partizipationsmöglichkeiten sowie fehlender sozialer Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. In Sachsen und darüber hinaus finden wir die ganze Bandbreite rassistischer Erscheinungen in Institutionen, Behörden und Zivilgesellschaft, von der vor allem geflüchtete Menschen, People of Color und Migrant*innen betroffen sind.

 

Abseits der öffentlich wahrnehmbaren Ereignisse erleben Menschen in Sachsen  Benachteiligung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, herabwürdigende Behandlungen und Diskriminierung durch Ämter und Institutionen sowie rassistische Sprüche und Witze im Familienkreis und bei der Arbeit.

 

Rassistisches und diskriminierendes Handeln von Menschen wird aus ganz unterschiedlichen Quellen gespeist und wirkt auf allen Ebenen der Gesellschaft. Teile der Gesellschaft bewegen sich außerhalb des demokratischen Wertekonsens. Moralische Grenzen haben sich verschoben. Dadurch sind der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Lebensqualität aller gefährdet.

Vision

Uns vereint die Vision von einer friedlichen Welt, die durch ein solidarisches und respektvolles Miteinander aller Menschen und den gleichberechtigten Zugang zu materiellen und ideellen Ressourcen geprägt ist. Gemeinsam treten wir für eine Gesellschaft ein, in der die Menschenrechte entsprechend der UN-Menschenrechtscharta geachtet werden und damit jeder Mensch unabhängig von Herkunft und Religion frei von Rassismus und Diskriminierung leben kann.

Handlungsmöglichkeiten

Das Bündnis gegen Rassismus vereint Verbände und Organisationen, die sich dem Problem Rassismus stellen, dieses benennen und ihm entgegenwirken möchten:

  1. Wir sind sensibel für Rassismus in unseren eigenen Organisationen
    und setzen uns damit auseinander.
  2. Die öffentliche Positionierung gegen Rassismus in Sachsen ist uns
    ein wichtiges Anliegen. Was können und was wollen wir tun?

Was können und was wollen wir tun?

Die Mitgliedsorganisationen kommen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und bringen somit unterschiedliche Perspektiven und Ressourcen in das Bündnis ein. Sie unterstützen sich gegenseitig, um Wissen und Kompetenzen zu erweitern und um Rassismus  entgegenzutreten. Dies geschieht zum Beispiel durch die Bündelung und Vermittlung von Bildungsangeboten, die Rechtspopulismus und Rassismus entgegenwirken und globale Fluchtursachen (wie Klima- und Ressourcenungerechtigkeit) erklären.


Die Mitgliedsorganisationen bilden eine Lobby für von Rassismus Betroffene. Außerdem setzen sie sich ein für diejenigen, die sich für die schulische und außerschulische politischen Bildung und im Bereich der rassismuskritischen Bildungsarbeit stark machen.

 

Die Mitgliedsorganisationen sensibilisieren für das Thema Rassismus und rassistische Parolen durch konkrete Kampagnen und gemeinsame Veranstaltungen. Diese wenden sich angesichts zunehmender rechtspopulistischer und rassistischer Diskurse explizit an die breite sächsische Bevölkerung auch mit Hinblick auf die Landtagswahl 2019.

 

Das Bündnis ist offen für weitere Mitglieder und Ziele, die dieses gemeinsame Selbstverständnis tragen.


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