BÜNDNIS GEGEN RASSISMUS

FÜR EIN GERECHTES UND MENSCHENWÜRDIGES SACHSEN

 

"Wir können nichts dafür, dass wir so viel rassistischen Unsinn beigebracht bekommen haben. Wir können ihn jetzt aber loswerden. Das bedeutet Arbeit und ist oft schmerzhaft und unbequem. Aber ich wünsche uns und den nächsten Generationen, dass diese Arbeit jetzt getan wird."  Noah Sow

Mittels Kampagnen und Lobby setzen wir uns für Betroffene ein. Mit unserer Bildungsarbeit sensibilisieren wir die Mehrheitsgesellschaft und wollen Betroffene empowern.

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Über 40 Mitglieder, Vereine, Wohlfahrtsverbände, Religionsgemeinschaften und weitere sprechen sich gegen Rassismus in Sachsen aus.

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EREIGNISSE IN CHEMNITZ ERSCHÜTTERND, DOCH WENIG ÜBERRASCHEND


PM: Demokratie-Initiativen begrüßen Bekenntnis der Landesregierung zur Zivilgesellschaft

"Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund sind Alltag in Ostdeutschland".

Wir teilen die PM des Dachverbandes der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) vom 06.09.2018.

 

https://bildung-verquer.de/ereignisse-in-chemnitz-erschuetternd-doch-wenig-ueberraschend/

PM: Netzwerk Tolerantes Sachsen fordert klare Positionierung aller Demokraten gegen rechte Hetze und Rückendeckung für angegriffene Projekte

29.08.2018 | Pressemitteilung des Netzwerks Tolerantes Sachsen

 

Der Sprecher_innenrat des Netzwerks Tolerantes Sachsen verurteilt die neonazistischen Ausschreitungen der letzten Tage in Chemnitz: 

 

„Es ist nicht hinzunehmen, dass Neonazis, rechte Hooligans und andere extreme Rechte aus ganz Deutschland die Stadt zum Angstraum für Migranten, Nicht-Rechte und Journalistinnen machen.“ 

 

Von Seiten der Politik wurde mehrfach die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Zurückdrängung des Rassismus und des Neonazismus hervorgehoben. So forderte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) einen „Ruck in Deutschland, auch in der sächsischen Gesellschaft“ und einen „Kampf um eine offene, durch Meinungsvielfalt geprägte Gesellschaft“. Der stellvertretende Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) sekundierte in der ZEIT: „Wir brauchen die Zivilgesellschaft, die Unternehmen, Sportverbände, die Kirchen und viel stärker denn je ein klares Eintreten jedes Bürgers für ein weltoffenes, demokratisches, vielschichtiges und anständiges Sachsen.“ Der Generalsekretär der sächsischen CDU, Alexander Dierks, sprach im Deutschlandfunk von der Notwendigkeit, „in den nächsten Wochen und Monaten die Zivilgesellschaft zu aktivieren“. In diesem Zusammenhang verwies Dierks auf das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“, das „auf einem hohen Niveau“ fortgeführt werden solle. 

 

Dazu sagt Sotiria Midelia (Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.), Sprecherin des Netzwerks Tolerantes Sachsen: 

 

„Wir begrüßen das Bekenntnis der sächsischen Regierung zur wichtigen Rolle des zivilgesellschaftlichen Engagements. Den vom Ministerpräsidenten ausgerufenen Kampf für eine offene, vielfältige Gesellschaft unterstützen wir gern.“ 

 

Steven Hummel (Engagierte Wissenschaft e.V.), ebenfalls Sprecher des Netzwerks, ergänzt: 

 

„Dringend erforderlich ist eine deutliche Benennung des Problems statt relativierender Äußerungen. In Chemnitz haben wir es nicht mit 'Chaoten' oder 'Extremisten' zu tun, sondern mit Neonazis und gewaltbereiten Rassisten. Die politisch Verantwortlichen in Sachsen müssen sich klar gegen die Hetze der rechten Akteure positionieren. Diese versuchen gerade, Chemnitz zu einem Fanal für den von ihnen seit langem herbeigesehnten Bürgerkrieg zu machen. Der Staat darf davor nicht zurückweichen und muss alles tun, um Migranten und andere Menschen, die zum Feindbild der Neonazis gehören, vor Übergriffen zu schützen.“ 

 

Der Sprecher_innenrat des Netzwerks Tolerantes Sachsen mahnt zudem eine deutliche Unterstützung der Zivilgesellschaft durch die Politik an. Die Mitglieder des Netzwerks sehen sich in letzter Zeit zunehmend Angriffen und Anfeindungen von antidemokratischen Akteuren ausgesetzt. Dazu gehören die verbalen Angriffe auf das Netzwerk für Demokratische Kultur und andere Engagierte in Wurzen durch das sogenannte „Neue Forum für Wurzen“ oder die Verunglimpfung von einzelnen Projekten durch die AfD-Landtagsfraktion als „staatlich finanzierte Gehirnwäsche“. Aber auch von Seiten kommunaler Akteure wird den Engagierten mitunter mangelnde Neutralität und "eine eigene politische Position und ein eigenes Vorstellungsbild von Gesellschaft" vorgeworfen - und das aufgrund ihres Einsatzes für Demokratie und gegen Rassismus, Sexismus und weitere demokratiefeindliche Einstellungen. 

 

Dazu abschließend Martina Glass (Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.), Sprecherin des Netzwerks Tolerantes Sachsen: 

 

„Wir brauchen für unsere Arbeit neben einer ausreichenden finanziellen Ausstattung auch die Rückendeckung durch Politik und Verwaltung auf Landesebene und in den Kommunen. Die Initiativen müssen bei Angriffen und Unterstellungen von Seiten der AfD und anderer antidemokratischer Akteure in Schutz genommen werden und breite Solidarität erfahren. Das Engagement für demokratische Werte ist immer politisch und kann nie neutral sein. Das ist leider noch nicht bei allen Verantwortlichen angekommen.“ 

 

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen ist ein Zusammenschluss von etwa 100 Organisationen und Vereinen der sächsischen Zivilgesellschaft, die sich für die Förderung demokratischer Kultur und vielfältige Lebensweisen sowie gegen Einstellungen der Ungleichwertigkeit, Antisemitismus und Rassismus einsetzen. 

 

Kontakt

Förderverein Tolerantes Sachsen e.V.

Domplatz 5

04808 Wurzen 

 

Annegret Ode

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination

Telefon: 0178 5445807

E-Mail: koordination[at]tolerantes-sachsen.de



25. August 2018 - Aktivitäten in Dresden

Auch in diesem Jahr findet die Demokratiekonferenz des Lokales Handlungsprogramms in Dresden statt und wir sind Mitveranstalter. Gleichzeitig findet unweit vom Veranstaltungsort, auf der sogenannten Cockerwiese, das "Festival" der Identitären Bewegung statt - einer rechtsradikalen Organisation, die u.a. aktiv die Seenotrettung zu verhindern versuchte. Darum haben wir eine Zeitungsanzeige geschaltet (s.o.). Wir freuen uns über alle, die mit uns für ein gerechtes und menschenwürdiges Sachsen einstehen, nach dem Motto:  "With a little help from my friend - für ein Europa ohne Rassismus!". Gemeinsam mit der Stadt, der Dresdner Kulturszene und anderen politisch engagierten Menschen, konnten wir eine Reihe von Veranstaltungen auf die Beine stellen - und wir freuen uns auf Ihre und Eure Beteiligung am Samstag und in Zukunft!  Hier ein Überblick:

  • Die Demokratiekonferenz findet am Samstag dem 25. August 2018 von 10 bis 16.30 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden statt. Alle Infos hier. Auf der Konferenz bietet unser Bündnispartner Kulturbüro Sachsen einen zusätzlichen Workshop zur Identitären Bewegung an. Das Hygienemuseum bietet ganztags kostenlosen Eintritt und freie Führungen in die Ausstellung "Rassismus - die Erfindung von Menschenrassen".
  • Auf dem Postplatz befindet sich ab 15.00 Uhr unser Infostand mit Materialien und Expert*innen die informieren. Ausserdem unsere Siebdruck - und Kunstaktion mit riesa efau: Empathie statt Hass!
  • Weitere Möglichkeiten dem städtischen Motto "Unsere Identität ist Vielfalt" nachzukommen:

14.00 Uhr // Scheunevorplatz // eine Demonstration der SeebrückeDD - Grenzenlose Solidarität statt tödliche Abschottung

15.00 Uhr // Theaterplatz // Singasylum Videodreh "No Pegida/Saufa nabqa huna"

ab 12.00 Uhr // Hygienemusem, Neumarkt und vor Kulturpalast // "So klingt Dresden" Aufruf zum gemeinsamen Singen und Musizieren

 


25. August 2018 Brückenfest in Leipzig

In Leipzig geht es ruhiger zu: Wir sind vertreten auf dem 4. Leipziger Brückenfest!

 

Zum vierten mal möchte das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" gemeinsam den Brückenschlag zu all den Menschen, die ausgrenzt werden, üben. Das Motto "Demokratie leben, Gesellschaft mitgestalten" wird mit einer Börse Leipziger Vereine, einer Straße der Begegnungen, dem interkulturellen Angebot vieler Vereine und Initiativen mit Musik, politischen Botschaften, Infoständen, Gastronomie, Kleinkunst und Spendensammlungen inhaltlich gefüllt. Viele unserer Mitglieder sind an den Vorbereitunge beteiligt. Hier wünschen wir vor allem eines: Viel Spass, gute Gespräche, Ideen und Begegnungen, leckeres Essen und Sonnenschein!


Helpline in Dresden ist geschaltet!

 Unser Mitglied, die RAA Opferberatung Sachsen e.V. bietet die -Helpline- für den Raum Dresden an. In Notfällen von rassistischer Gewalt wird geholfen und direkt unterstützt. Die Kolleg*innen übersetzen den Notfallanruf an die Polizei und vermitteln gegebenenfalls zu anderen Beratungs- oder Unterstützungsstellen. Die Helpline ist 24/7 unter der Nummer 0351 850 75 22 erreichbar. Der Service ist vertraulich und nimmt allein auf die individuellen Bedürfnisse Rücksicht.