Bildungs-angebote

Wir bündeln und vermitteln Bildungsangebote, die Rechtspopulismus und Rassismus entgegenwirken und globale Fluchtursachen (wie Klima- und Ressourcenungerechtigkeit) erklären. Verschiedene Mitglieder haben unterschiedliche Angebote zu vielfältigen Themen.

 

Lobby für Betroffene

Wir bilden eine Lobby für von Rassismus Betroffene. Außerdem setzen wir uns für diejenigen ein, die sich für die schulische und außerschulische politischen Bildung und im Bereich der rassismuskritischen Bildungsarbeit stark machen.

Kampagnen

Wir sensibilisieren für das Thema Rassismus durch konkrete Kampagnen und gemeinsame Veranstaltungen. Diese wenden sich angesichts zunehmender rechtspopulistischer und rassistischer Diskurse explizit an die breite sächsische Bevölkerung auch nach der Landtagswahl 2019.


BÜNDNIS GEGEN RASSISMUS

Gemeinsam treten wir für eine Gesellschaft ein, in der Menschenrechte geachtet werden.

“Wir können nichts dafür, dass wir so viel rassistischen Unsinn beigebracht bekommen haben. Wir können ihn jetzt aber loswerden. Das bedeutet Arbeit und ist oft schmerzhaft und unbequem. Aber ich wünsche uns und den nächsten Generationen, dass diese Arbeit jetzt getan wird.” Noah Sow


Neuigkeiten

Publikation: Diskriminierungsrisiken und Diskriminierungsschutz im Gesundheitswesen (ADS)

In einer Studie vom Juli 2021 stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Wissensstand und Forschungsbedarfe zum Thema Diskriminierung im Gesundheitswesen vor.

Aus dem Ankündigungstext: 
"Obwohl der diskriminierungsfreie Zugang zur Gesundheitsversorgung ein Menschenrecht ist, kommt es auch im Gesundheitswesen zu Benachteiligungen. Aber wie zeigt sich Diskriminierung im Gesundheitswesen? Wer ist davon betroffen? Und welche Ausschlussmechanismen treten in welchen Versorgungssituationen auf? Diesen Fragen gehen Susanne Bartig, Dorina Kalkum, Ha Mi Le, Aleksandra Lewicki in ihrer von der  Antidiskriminierungsstelle des Bundes beauftragten Studie „Diskriminierungsrisiken und Diskriminierungsschutz im Gesundheitswesen – Wissensstand und Forschungsbedarf für die Antidiskriminierungsforschung“ nach, in der sie den sozialwissenschaftlichen Forschungsstand über die im Gesundheitssektor belegten Diskriminierungserfahrungen und -risiken aufarbeiten."

MEHR


Bericht des ADB Sachsen: “Aus unserer Arbeit: Rassistische Diskriminierung am Arbeitsplatz? – Keine Hilfe durch den Vorgesetzten!”

Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist rassistische Diskriminierung am Arbeitsplatz verboten (§ 7 AGG). Arbeitgeber*innen sind verpflichtet, Beschäftigte vor Diskriminierungen zu schützen. Diese Pflichten reichen von präventiven Vorkehrungen über Sofortmaßnahmen bis hin zu allgemeinen organisatorischen Pflichten. Wenn sie diesen Pflichten nicht nachkommen, können betroffene Beschäftigte gegen die arbeitgebende Seite Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche geltend machen.

Im vorliegendem Fall wäre demnach der Vorgesetzte, der gleichzeitig der Arbeitgeber ist, nach dem AGG verpflichtet gewesen, seinen Mitarbeiter vor den Belästigungen seiner Kollegen effektiv zu schützen, indem er entsprechende Maßnahmen gegen diese Kollegen ergreift. Dieser Pflicht kam er nicht nach.

In unserem Beispiel war die Situation bereits sehr eskaliert, als der Betroffene bei uns Unterstützung nachgefragt hat. Unsere Erfahrung zeigt: Je eher sich Betroffene an uns wenden, desto höher sind die Chancen durch eine Intervention eine gute Lösung zu finden, sodass z.B. Betroffene weiter an ihrem Arbeitsplatz arbeiten können, ohne weiterhin Diskriminierungen ausgesetzt zu sein.

MEHR


Gesetzentwurf zur Änderung des AGG: Ein erster, notwendiger Schritt für eine effektive Antidiskriminierungspolitik in dieser Legislaturperiode (Pressemitteilung des advd)

Vergangene Woche hat der Bundestag erstmals über einen Gesetzentwurf zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) beraten. Durch die Änderung soll das Mandat der Leitung geschärft und insbesondere eine rechtssichere Besetzung der seit 2018 unbesetzten Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) sichergestellt werden. Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) begrüßt diese Entwicklungen und hofft auf eine zügige Verabschiedung.

Auf die Notwendigkeit dieser Änderung haben der Antidiskriminierungsverband Deutschland und weitere Akteur:innen aus dem Antidiskriminierungsbereich immer wieder hingewiesen, unter anderem im Rahmen des Kabinettsauschusses gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Der Gesetzentwurf, der die entsprechenden Empfehlungen seitens der Wissenschaft und der Verbände sowie von europäischen und internationalen Gremien aufgreift, kommt damit einer langjährigen Forderung nach.

MEHR


Gedenken an Jorge Gomondai am 6.April in Dresden

„Dann war nichts mehr so, wie es mal war.“    (Emiliano Chaimite, Dresden 2020)

Am 6. April 1991 stirbt Jorge Gomondai in Dresden.

Am 31. März 1991, wurde Jorge Gomondai in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt, geschlagen, bedroht und dann aus der fahrenden Bahn gestoßen. Er erleidet bei diesem Sturz schwerste Verletzungen, an denen er sechs Tage später in Dresden verstirbt.

Jorge Gomondai ist das erste Todesopfer rassistischer Gewalt in Sachsen nach der Wiedervereinigung. Sein Tod hat das Leben vieler Menschen in Dresden nachhaltig verändert.
Daher wollen wir, auch 31 Jahre später gemeinsam #Erinnern.Gedenken.Mahnen.

Ort: Alauenpark, Dresden-Neustadt
Zeit: 6. April 2022. 16:00-18:00 Uhr

MEHR


Recht auf Schutz und sichere Unterbringung für alle Flüchtenden aus der Ukraine – Fehler aus 2015 verhindern

23. März 2022 / Pressemitteilung des Sächsischen Flüchtlingsrats

Kein Vergessen von Minderheiten – Drittstaatler*innen und Menschen ohne Papiere schützen

Gastarbeiter und Studierende aus Drittstaaten sind durch die EU-Richtlinie im Moment nicht geschützt. Jetzt fragen viele aus der Ukraine vertriebene Studierende nach ihrer Perspektive in unseren Beratungsstellen. Eine Rückreise ins Herkunftsland wäre für die meisten fatal, da sie dort selten die Chance haben ihr Studium zu beenden.

Minderheiten werden laut Berichten auf der Flucht diskriminiert, danach in ein aussichtsloses Asylverfahren gedrängt und leben dann ohne Perspektive in Gefahr einer Abschiebung. Weiter ist die Situation für flüchtende Roma momentan sehr prekär, von denen circa 400.000 zuletzt in der Ukraine lebten. Besonders gefährlich ist der Alltag für ca. 30.000 Angehörige der Minderheit, die ohne Papiere fliehen. Betroffene berichten von schwerer Diskriminierung während der Flucht.

MEHR


Unser Redebeitrag zum Internationalen Aktionstag gegen Rassismus 2022

"Der Internationale Aktionstag gegen Rassismus findet in diesem Jahr in Zeiten des Krieges gegen die Ukraine statt. Während wir hier stehen, versuchen tausende Menschen ihre Herkunftsländer zu verlassen und Schutz vor Vertreibung und Krieg zu finden.

Der Europäische Rat erlässt dieser Tage einen vorübergehenden Schutz für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Sie erhalten unkompliziert ein Bleiberecht, ohne Arbeitsbeschränkungen und eingeschränkter Wohnsitzwahl. Was wir jedoch sehen, ist das besonders Schwarze Menschen und People of Colour an den Grenzen abgewiesen werden und wenige Möglichkeiten haben, nach Deutschland zu kommen.

Wir als Bündnis gegen Rassismus stehen für ein gerechtes und weltoffenes Sachsen und möchten einen sicheren Hafen für alle Ankommenden bieten, fernab von Hautfarbe, Herkunftsland oder Fluchtgrund. (...)

MEHR


Gelungener Start der Internationalen Wochen gegen Rassismus – Vernissage „Boah bin ich schön“ am 11.03.2022

Statt einer halben Stunde geplanter Diskussionszeit wurden zwei Stunden reger Diskussion über die Themen Rassismus und Sinti und Roma daraus!

Das ist ein guter Erfolg. Nur durch Auseinandersetzung und Diskussion kann man neue Blickwinkel erreichen.
In der Ausstellung sind Porträts von jugendlichen Romn*ja zu sehen, die den Blick darauf richten, wie schön sie sind und dass sie sich nicht unterkriegen lassen, trotz zahlreicher rassistischer Erfahrungen.
Die Bilder entstanden im Rahmen eines Workshops 2017, mit Unterstützung von Jan Thau, in der Brücke/Most-Stiftung in Kooperation mit Gangway – Straßensozialarbeit in Berlin e.V. und Alte Feuerwache (Berlin-Friedrichshain)“

Eine Koop zwischen Bündnis gegen Rassismus Sachsen, Colorido e.V., Riesa efau. Kultur Forum Dresden und Gegen Antiromaismus Dresden.

Die Ausstellung kann bis zum 10.04.2022 nach vorheriger Absprache unter +49 160 90 352 466 im coloridoTREFF, Dittrichplatz 8 in Plauen, besucht werden.

MEHR


„Rassismus“ – das betrifft mich doch nicht

Betrifft es mich wirklich nicht? Wie ist dein Blick über den Tellerrand?

Wir wollen ihn im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus wagen. Auch gerade in der aktuellen Situation, in der Menschen auf Grund ihrer Herkunft unterschiedlich behandelt und sogar angefeindet werden.
Gemeinsam mit Menschen, die u.a. im Weltclub Dresden aktiv sind, laden wir euch für Samstag, den 19.03.22 ab 16:00 Uhr auf den Neumarkt in Dresden ein.
Es gibt Redebeiträge, kurze Theaterstücke, Musik.

MEHR


Einweihung des Marwa-El-Sherbini-Parks

Zum Gedenken an Marwa El-Sherbini, (geboren am 7.Oktober 1977 in Alexandria - ermordet am 1.Juli 2009 in Dresden)
Zur Eröffnung der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Dresden wurde der Marwa-El-Sherbini-Park am 14.März 2022 feierlich von Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Katja Grün eingeweiht.

MEHR


15.03 – Internationaler Tag gegen Polizeigewalt

Racial Profiling ist grund- und menschenrechtswidrig: Der Redebeitrag vom ADB Sachsen zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt

"Mehr Polizeipräsenz – so heißt es – bedeute mehr Sicherheit für die Bürger*innen. In unserer täglichen Beratungsarbeit beim Antidiskriminierungsbüro Sachsen erfahren wir immer wieder, dass diese Rechnung für viele Menschen nicht aufgeht. Im Gegenteil – für zahlreiche Schwarze Menschen und Personen of Color, Menschen ohne Papiere, Wohnungslose, Trans*, Inter-, nicht binäre und queere Personen, behinderte Menschen oder Menschen in psychischen Krisensituationen etwa bedeutet Polizeipräsenz leider nicht, dass sie sich sicherer fühlen können, sondern Unwohlsein oder pure Angst. Insbesondere die Menschen, die ohnehin schon Diskriminierung, alltägliche Anfeindungen und gewaltsame Übergriffe erleben, erfahren diese auch und gerade durch die sächsische Polizei.

MEHR


INTERNATIONALE WOCHEN GEGEN RASSISMUS 2022

Die Aktionswochen zwischen dem 14. und 27. März machen uns darauf aufmerksam, dass Diskriminierung, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Das diesjähriges Motto „Haltung zeigen!“ appelliert an unsere Pflicht, öffentlich Stellung zu beziehen gegen Hass und Ausgrenzung. Das gilt auch und ganz besonders in Zeiten der Pandemie, die Vorurteile gegenüber bestimmten Gruppen, Abwertung und Hass noch verstärkt hat

Dieses Jahr gibt es wieder zahlreiche Workshops, Lesungen, Stadtrundgänge, Ausstellungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022.
Hier wollen wir euch einen Überblick über Veranstaltungen unserer Mitglieder im Raum Dresden geben. Schaut  auch unbedingt in das komplette Programm!

MEHR


Bilder Dekonstruieren. Fach- und Sensibilisierungsworkshop zum Thema Rassismus gegen Sinti und Roma

DONNERSTAG 24.03.2022, 10.00 – 17.00 Uhr

Wir laden ein zu einem FACHWORKSHOP ZUM THEMA RASSISMUS GEGEN SINTI UND ROMA. Der Workshop richtet sich an:
Menschen aus der Verwaltung, der Ausländerbehörde, dem Jobcenter, Lehrerinnen und Sozialarbeiter. Menschen, die
für die Presse arbeiten und Engagierte aus der Region.

Gemeinsam wollen wir sondieren, was es für ein gemeinsames, gutes Zusammenleben in Plauen brauchen könnte.

ABLAUF (Änderungen nach Bedarf vorbehalten):

10.00 - 10.30 Uhr
EINSTIEG; ERWARTUNGEN UND WÜNSCHE, MOTIVATION (Doritta Korte, colorido e.V., Susanne Gärtner, Bündnis gegen Rassismus/riesa efau, Maria Ulrich, Gruppe gegen Antiromaismus)

10.30 - 13.00 Uhr (mit Pausen nach Bedarf)
BILDER IM KOPF: Sensibilisierung und Dekonstruktion von Vorurteilen und Stereotypen gegen Sinti und Roma

13.00 - 14.00 Uhr
MITTAGSPAUSE

14.00 - 16.30 Uhr (mit Pausen nach Bedarf)
INPUTS IN ZWEI KLEINGRUPPEN

Anschließend:
MODERIERTES GESPRÄCH

16.30 - 17.00 Uhr
OFFENES, WEITERE ABSPRACHEN, AUSWERTUNG

GEBÜHR kostenlos, wir bitten um eine Spende für die Versorgung, gefördert durch die Bundeszentrale für politische
Bildung
ORT colorido e.V., Dittrichplatz 8, Plauen/Vogtland
ANSPRECHPARTNERIN UND ANMELDUNG: Susanne Gärtner, Anmeldebutton auf www.riesa-efau/politischebildung.de

MEHR