Weiterbildung zur interkulturellen Öffnung für Pädagog*innen im Kita-Bereich

Satt – Sauber – Gesund – Rückzug auf die somatische Erziehung?, Die Kita und das „bedrohte Abendland“, Sind wir alle gleich?, Demokratiegefährdung, Asyl und Migration, Zeichen, Symbole und Codes – was verbirgt sich dahinter?.


OrganisationKulturbüro Sachsen e.V.E-Maildanilo.starosta@kulturbuero-sachsen.delisa.bendiek@kulturbuero-sachsen.deTelefon0351 – 563 556 30Webseitewww.kulturbuero-sachsen.de

Modul 1: Satt – Sauber – Gesund – Rückzug auf die somatische Erziehung?
Dieses Modul bietet den Teilnehmer*innen die Gelegenheit, die eigenen Grenzen und die Grenzen der Eltern wahrzunehmen und zu besprechen. Die Perspektive der Toleranz wird auf die somatische Erziehung angewendet, z.B. Ist ein Schnupfen noch o.k.? Welche Ernährung ist gesund, vernünftig, geboten, verboten? Vor diesem Hintergrund soll die Überlegung unternommen werden, ob die Annahme stimmt, dass Fluchtkontexte und Migrationshintergrund von Kindern besondere Konzeptionen und pädagogische Fähigkeiten benötigen.

Modul 2: Die Kita und das „bedrohte Abendland“
Dieser Teil setzt sich mit Möglichkeiten der Entstehung von Vorurteilen und Stereotypen auseinander. Um eine gemeinsame Position im Team festlegen zu können, ist ein Austausch und die kritische Draufsicht auf die eigene Haltung unerlässlich.

Modul 3: Sind wir alle gleich?
Von Erzieher*innen wird erwartet, dass sie in der Lage sind, gegen Vorurteile und Stereotype Stellung zu beziehen. Dies setzt voraus, dass sich Erzieher*innen bewusst werden, dass es keine vorurteilsfreie Gesellschaft gibt. Menschen vereinfachen in dieser Weise, um die Komplexität der Welt zu verarbeiten. Um Diskriminierungen vorzubeugen, ist es notwendig eigene Stereotype und Vorurteile zu reflektieren und diese nicht zu leugnen oder zu rechtfertigen. Unser Training ermöglicht einen Perspektivwechsel und die kritische Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns.

Modul 4: Demokratiegefährdung
Zahlreiche Gefährdungen für einen demokratischen Alltag gehen von organisierten Demokratiegegner*innen aus. Zur Sensibilisierung gibt der Workshop einen Überblick über Gruppierungen und Phänomene antidemokratischer, konformer und nicht konformer Rechter. Im Zuge der Rechtsänderungen zum gesetzlichen Anspruch auf Kitabetreuung sind die Erzieher*innen mit organisierten Rechten oder mit eindeutig rechts agierenden Eltern konfrontiert. Wie gehen die Pädagog*innen damit um? Der Workshop arbeitet mit darstellenden Methoden, kollegialer Fallberatung zur Sensibilisierung für das Thema und Beispielen gelungener pädagogischer Interventionen.

Modul 5: Asyl und Migration
Zu Beginn werden grundlegende Informationen zu den Themen „Migration“, „Asylanträge“, „Asylverfahren“ sowie „Asylbewerberleistungsgesetz“ ausgetauscht. Im geschützten Raum werden mit Hilfe verschiedener Methoden Perspektiven eingenommen, um eigene Positionen, Empfindungen und Interpretationen von Erfahrungen zu hinterfragen. Anschließend werden mit einer Methode der kollegialen Fallberatung Handlungsoptionen für die Arbeit mit Familien und Eltern geprüft und gemeinsam entwickelt.

Modul 6: Zeichen, Symbole und Codes – was verbirgt sich dahinter?
Die Zeichen, Symbole und Codes der radikalen Rechten werden in diesem Modul zur Dekonstruktion der Welt- und Menschenbilder dieser Personengruppe eingesetzt. Methodisch werden die im öffentlichen Raum sichtbaren Zeichen verhandelt und interpretiert, die den Teilnehmer*innen mal mehr, mal weniger bekannt sind. Der Workshop greift auf externe Kompetenzen zurück z.B. auf Veröffentlichungen und Internetportale investigativer Journalist*innen und Kollektive. Ziel ist auch, die Erwartung der Teilnehmer*innen zu erfüllen, auf geeignetes Material und Argumente zurückgreifen zu können.

Zielgruppe:
Pädagog*innen im Kita-Bereich

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